CrNi Schweißen

CrNi Schweißen


Die austenitischen Chromnickelstähle weisen in einem breiten Temperaturenbereich Korrosionsbeständigkeit, Glutfestigkeit und Warmstandfestigkeit auf. Die meistverbreitete Gruppe der Chromnickelstähle sind die des Typs 18-8 (z.B. der Stahl X6CrNiTi 18-10).

Die Stähle haben eine austenitische Struktur mit Carbidausscheidungen und einer gewissen Ferritmenge an den Korngrenzen. Meistens ist man der Ansicht, dass es leicht schweißbare Stähle sind. Beim Schweißen dieser Stählte treten jedoch zahlreiche Schwierigkeiten auf:

  • die Möglichkeit einer Minderung bzw. eines Verlustes der Korrosionsbeständigkeit,
  • eine große Fälligkeit der Schweißnähte für Heißrisse,
  • eine Steigerung der Sprödigkeit der Nähte beim Betrieb in erhöhten Temperaturen,
  • eine große Neigung zur Porigkeit der Verbindungen,
  • größere Verbindungsspannungen und -verformungen als bei gewöhnlichen Stählen.

Die Schweißtechnologie der austenitischen Stähle empfiehlt die Beachtung folgender  Grundsätze:

  • in die Verbindung ist eine nach Möglichkeit kleine Wärmemenge einzuführen (man soll mit kleinen linearen Energien schweißen und schmale Schweißraupen verwenden),
  • man soll Bindestoffe anwenden, die Schweißnähte mit einer Zweiphasen-Struktur gewähren (der Ferritgehalt in den Schweißnähten soll 5-10% sein), und Bindstoffe mit einer geringen Verschmutzungsmenge (S, P, O2)
  • nach Möglichkeit ist nach dem Schweißen das Lösungsglühen oder  Stabilglühen anzuwenden.

Das Schweißen von hochlegierten Stählen erfolgt meistens mit nachfolgenden Methoden:

  • mit Mantelelektroden (Basen- und Rutilelektroden),
  • in Gashüllen (GTA, GMA),
  • mit Unterpulver (Basenflussmittel),
  • mit Mikroplasma, Plasma und Elektronenstrahl.

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