P91 / P92 Schweißen

P91 / P92 Schweißen


Der Stahl T/P92 (ASME code case 2179, ASTM A 213 i A 335) wurde 1990 in Japan entwickelt und ist als NF616 bekannt. Im Vergleich zur chemischen Zusammensetzung des Stahls T/P91 wurde da ca. 1,8 % Wolfram eingeführt, der Molybdängehalt wurde auf ca. 0,5 % gesenkt, um die ferritbildenden und austenitbildenden Elemente auszugleichen, und es wurde ein Mikro-Zusatz von Bor eingeführt.

Die Schweißbarkeit der Stähle, die gegen erhöhte Temperaturen beständig sind, hängt von den strukturellen Veränderungen, die in der Erwärmungszone eintreten, und von der Neigung zu Heißrissen ab. Diese Erscheinungen entscheiden gemeinsam mit andern Faktoren über die Möglichkeit der Rissbildung und der Entstehung einer Verbindung mit geringer Plastizität und mit der daraus folgenden Neigung zu Brüchen. Erwägt man die strukturellen Änderungen, die in der Erwärmungszone dieser Stähle eintreten, ist es in Betracht zu ziehen, dass der Verlauf der Kurven im ZTU-Diagramm in großem Maße vom Chrom- und Molybdängehalt im Stahl abhängig ist.

P92 ist in erster Reihe als ein Stoff für fortgeschrittene Parameter der Dampfleitungen entworfen worden und wird als die Hauptverbesserung des P91 betrachtet, mit einer Erhöhung der Zerreißkraft um etwa 30% bei 600°C.

Die empfohlene Vorwärmungstemperatur ist 200°C, ungeachtet der Stärke des geschweißten Stoffes, d.h. ca. 200°C innerhalb von 24 h, und sogar mehr bei sehr starken Elementen.

Eines der Elemente in der Schweißtechnologie der Stoffe Cr-Mo ist die zusätzliche Durchwärmung, die sog. Dehydrierung des Nahtstoffes, um die Anfälligkeit für Wasserstoffversprödung in der Umgebungstemperatur zu beschränken. Theoretisch soll die Dehydrierung für den Stahl P92 in einer Temperatur geführt werden, die nicht kleiner ist als  die Temperatur der Vorwärmung, d.h. ca. 200°C innerhalb von 24 h, oder sogar in einer höheren Temperatur bei sehr starken Elementen. Damit die Dehydrierung effektiv ist, ist zuerst die volle Martensitumwandlung des Nahstoffen herbeizuführen, indem die Schweißnaht auf eine Temperatur unter 100°C abgekühlt und anschließend in einer Temperatur von ca. 200°C durchgewärmt werden, um die Wasserstoffdiffusion aus dem Nahtstoff zu ermöglichen.

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